SG Bachem/Walporzheim

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 Stellungnahme 18.2.2016 Vorstand SV Bachem

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BeitragThema: Stellungnahme 18.2.2016 Vorstand SV Bachem   Do 18 Feb 2016, 22:55

Die folgende Stellungnahme hat der Vorstand des SV Bachem heute an die Mandatsträger im Stadtrat weitergeleitet bezüglich der von der Stadtverwaltung veröffentlichten Handlungsempfehlungen der Arbeitsgruppe Sportplätze. Der Vorstand des SV Bachem bittet seine Mitglieder, diese Stellungnahme an möglichst viele Bürgerinnen und Bürger der Stadt weiter zu leiten. Vielen Dank.

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Stellungnahme des SV Bachem zu den von der Stadtverwaltung veröffentlichten Handlungsempfehlunge​n der Arbeitsgruppe Sportplätze

Sehr geehrter Herr Bürgermeister Orthen,
sehr geehrter Herr Beigeordneter Koch,
sehr geehrte Damen und Herren des Stadtrates,

inzwischen liegt Ihnen sicherlich die von der Stadtverwaltung veröffentlichten Handlungsempfehlungen der Arbeitsgruppe Sportplätze vor, siehe auch
http://stadt.bad-neuenahr-ahrweiler.de/sv_bad_neuenahr_ahrweiler/Aktuelles/Aktuelles/Handlungsempfehlungen%20der%20AG%20Sportpl%C3%A4tze/

Der SV Germania Bachem schließt sich diesen Empfehlungen nicht an, da die von Herrn Henn verfassten Formulierungen in den Handlungsempfehlungen der Arbeitsgruppe Sportstätten uns nicht deutlich genug erscheinen und wichtige Fakten der Diskussion unter den Vereinen nicht berücksichtigt wurden.

Der SV Bachem vertritt die folgenden Standpunkte:


1.) Die fußballspielenden Vereine der Stadt sind sich einig, dass die Spielfelder an den Sportplätzen in Bachem und in Ahrweiler in ihrer derzeitigen Größe erhalten bleiben müssen.

2.) Im Hinblick auf die nicht vorhersehbaren zukünftigen Anforderungen bezüglich der Integration von Flüchtlingen ist es fahrlässig, gut ausgelastete Sportstätten wegfallen zu lassen.

3.) Die Trainingszeiten sind gemäß dem Belegungsplan-Entwurf von Herrn Henn nur auf dem Papier, aber nicht in der Praxis kompensierbar, so dass eine Zustimmung der Vereine zum Belegungsplan-Entwurf nicht erfolgt ist.

4.) Es ist für einen Breitensport-Fußballverein wie dem SV Bachem für seinen Fortbestand unverzichtbar, eine Heimat zu haben. Diese Heimat würde dem Verein bei Wegfall des Sportplatzes genommen.

5.) Es gibt aus unserer Sicht genügend städtische Flächen, welche als Bauland ausgewiesen werden können und für eine Wohnbebauung auch bei der Höhe des zu erzielenden Verkaufserlöses deutlich attraktiver sind als der Sportplatz Bachem.

6.) Die Argumente, die zugunsten des Standortes für einen Schwimmbadneubau am Bachemer Sportplatz sprachen (Zentralität, viele Schulen in der Nähe), gelten ebenso bei der Entscheidungsfindung zugunsten der Erhaltung oder Aufwertung des Sportplatzes Bachem.

7.) Wir denken, dass die Kosten für einen Umbau des bestehenden Sportplatzes in Bachem zu einem Kunstrasenfußballplatz deutlich günstiger sind als in der Summe die von der Stadtverwaltung angedachten Ausgleichsmaßnahmen an anderen Orten.

8.) Wir halten es für offen, ob die angedachten Maßnahmen der Stadtverwaltung (Kleinspielfeld in Bachem, Flutlicht in Walporzheim) in diesem Maße genehmigungsfähig und somit durchführbar sind. Solange diese Fragen nicht geklärt sind, darf der Verkauf des Sportplatzes Bachem nicht beschlossen werden.


Nachfolgend möchten wir die o.g. Standpunkte erläutern und hoffen, Ihr Interesse für die Nöte des SV Bachem und somit vieler sportbegeisteter Bürgerinnen und Bürger geweckt zu haben.

Als Hauptergebnis unser Arbeitsgruppe ist deutlich festzuhalten, dass sich alle fußballspielenden Vereine, welche an der Arbeitsgruppe teilgenommen haben, einig sind, dass die Spielfelder an den Sportplätzen in Bachem und in Ahrweiler in ihrer derzeitigen Größe erhalten bleiben müssen.

Insbesondere im Hinblick auf die nicht vorhersehbaren zukünftigen Anforderungen bezüglich der Integration von Flüchtlingen ist es fahrlässig, gut ausgelastete Sportstätten wegfallen zu lassen und somit das Fortbestehen von Breitensportvereinen wie dem SV Bachem zu gefährden.

Es ist zudem in den Handlungsempfehlungen nicht erwähnt, dass die Vereine mit den von Herrn Henn erstellten Belegungsplänen nicht einverstanden sind. Die Belegungsvariante "ein Verein/ein Tag" ist eine Bedingung der Vereine für die Erstellung eines Belegungsplans. Ansonsten sind die für die Durchführung der Meisterschaftsrunde erforderlichen Spielansetzungen an Wochentagen nicht möglich. Die Gründe hierfür wurden ausführlich und einvernehmlich zwischen den Vereinen diskutiert.

Es ist für einen Breitensport-Fußballverein wie dem SV Bachem für seinen Fortbestand unverzichtbar, eine Heimat zu haben. Ein Fußballplatz, der mit anderen Vereinen geteilt werden muss, bedeutet für alle Beteiligten zusätzlichen Arbeitsaufwand und auch Streitigkeiten, was den vielen ehrenamtlichen Mitarbeitern der Vereine nicht zuzumuten ist.

Die Trainingszeiten sind gemäß dem Belegungsplan-Entwurf von Herrn Henn nur auf dem Papier, aber nicht in der Praxis kompensierbar. Die klare Vorgabe aller Vereine: "Ein Tag = ein Verein" (besser "ein Platz = ein Verein") ist nicht erfüllt. Es gibt kein Entwicklungspotential für Mannschaftszuwächse. Z.B. hat die SG Bachem/Walporzheim seit Januar 2016 eine zusätzliche 2. F-Junioren-Mannschaft im Spielbetrieb angemeldet.

Es ist in den letzten fünf Monaten Herrn Henn als Moderator und Experte dieser Arbeitsgruppe wie von ihm selbst in der Handlungsempfehlung angedeutet nicht gelungen, einen akzeptablen Belegungsplan zu erstellen. So wurde z.B. unserer F-Jugend ein Trainingszeit am Freitag zugeteilt, obwohl freitags i.d.R. alle F-Jugend-Mannschaften im Meisterschaftsspielbetrieb gefordert sind. Wir bezweifeln daher, dass dies zukünftig ohne Expertenunterstützung sogar binnen weniger Wochen möglich wäre. Dies wäre aufgrund der jeweils im Sommer wechselnden Mannschaftsstärken und Bedürfnisse der Fußballvereine aber erforderlich.

Zur Finanzierung des Neubau TWIN:

Wir sind verwundert, dass bei der Präsentation des sogenannten "Runden Tisches" zur Gegenfinanzierung des TWIN-Neubaus der Verkauf des Sportplatzes Bachem an oberste Priorität gesetzt wurde.

Es gibt aus unserer Sicht genügend städtische Flächen, welche als Bauland ausgewiesen werden können. Als Beispiel sei die Pius-Wiese genannt, welche maximal einmal im Jahr als Zirkuswiese und ansonsten als Hundespielplatz genutzt wird. Die bevorzugte Lage dieser Fläche würde für eine Wohnbebauung sicherlich auch einen deutlich höheren Verkaufserlös erzielen als der Sportplatz Bachem zwischen Umgehungsstraße und Schulgelände.

Verärgert hat uns aber vor allem das Zustandekommen der o.g. Priorisierung. Obwohl die "Arbeitsgruppe Sportstätten" noch mitten in den Beratungen war, hat der Runde Tisch mit sieben Stadtratsmitgliedern (davon sogar drei aus dem Sportausschuss) bereits im Dezember eine Priorisierung mit dem Verkauf des Sportplatzes Bachem ausgesprochen, ohne das Ergebnis der "Arbeitsgruppe Sportstätten" zu kennen und zu bewerten.

Ebenso wurde von Bürgermeister Orthen im Kinder- und Jugendforum im November die Aussage getätigt, dass der Sportplatz in Bachem zur Gegenfinanzierung verkauft wird (siehe Seite 75 im Beteiligungsverfahren TWIN: Abschlussbericht). Somit hatte sich auch der Bürgermeister bereits festgelegt, ohne das Ergebnis der "Arbeitsgruppe Sportstätten" zu kennen und zu bewerten.

Zudem gab es im Bürgerforum gemäß Protokoll folgende Wortmeldung: "Ein Teilnehmer einer Arbeitsgruppe, die einen Verkauf des Bachemer Geländes nur unter der Bedingung akzeptieren würde, dass der dortige Sportplatz erhalten bleibe, sieht diese Position in der Endpräsentation nicht deutlich genug repräsentiert. Herr Sellke erläutert, dass festgehalten worden sei, dass diese Gruppe gegen den Verkauf des Sportplatzes sei, die anderen Gruppen jedoch dafür. Der Fragesteller bittet um eine Abstimmung im Plenum, da seiner Wahrnehmung nach die Mehrheit den Sportplatz erhalten wolle. Herr Sellke und Herr Fritz lehnen dies ab, da ein solches Vorgehen im Rahmen der Bürgerbeteiligung nicht zielführend sei."

Wir halten dieses Verhalten der Moderatoren für äußerst fragwürdig.

Auch der SV Bachem hätte sich gerne an den Diskussionen beteiligt. Eine entsprechende Anfrage, als betroffener Verein ebenfalls am "Runden Tisch" teilnehmen zu dürfen, blieb seinerzeit jedoch unbeantwortet."

Positiv erwähnen wir gerne, dass Bürgermeister Guido Orthen Ende Januar 2016 den Vorstand des SV Bachem zu einem persönlichen Gespräch eingeladen hat, wenngleich wir uns dies deutlich früher gewünscht haben. In diesem Gespräch nahm er sich für uns Zeit und schenkte unseren Argumenten Gehör. Dafür möchten wir uns auch an dieser Stelle noch einmal bedanken.


Zu den angedachten Maßnahmen zur Verbesserung der Sportstätten


Natürlich stimmen wir zu, dass die Qualität der Sportstätten verbessert werden soll.

Wir behaupten jedoch, dass die Kosten für

- Umbau des bestehenden Sportplatzes in Bachem zu einem Kunstrasenfußballplatz oder Kunstrasenfußball- und Hockeyplatz in Großfeldgröße.

deutlich günstiger sind als in der Summe die von der Stadtverwaltung angedachten Maßnahmen

- Neubau eines Kleinsportfeldes mit den Maßen 50 mal 70 Meter inklusive Flutlicht, Ballfangzaun, Lärmschutz, Drainage auf einer nicht vorbereiteten Fläche (z.B. Schulhof in Bachem)

- Neubau von Umkleide- und Lagergebäuden für Trainingsmaterial im Apollinaris-Stadion Bad Neuenahr

- Teilweise Verlegung von Hybrid-Rasen auf dem Sportplatz Walporzheim

- Ausbau der Flutlichtanlage in Walporzheim für eine Nutzung des gesamten Platzes (derzeit nur zur Hälfte)

Wir bitten die Stadtverwaltung, vor einer Entscheidungsfindung für beide Varianten einen Kostenvergleich unter Berücksichtigung aller Fördermöglichkeiten zu erstellen.

Die Argumente, die zugunsten des Standortes für einen Schwimmbadneubau am Bachemer Sportplatz sprachen (Zentralität, viele Schulen in der Nähe), gelten ebenso für die Entscheidungsfindung, welcher Tennen-Sportplatz als nächstes in einen Kunstrasen umgewandelt werden sollte bzw. dass diese Sportstätte auf jeden Fall zumindest erhalten bleiben muss.

Das Ergebnis und der Nutzen für die sportbegeisterten Bürger (Großspielfeld in Bachem) wäre bei niedrigeren Kosten besser als die hier vorgeschlagende Variante (Kleinspielfeld in Bachem und Neubau von Gebäuden in Bad Neuenahr).

Wir denken, dass die SG Bachem/Walporzheim als zweitgrößte Fußballgemeinschaft in der Stadt bei zukünftigen Sanierungen von Sportstätten eine Berücksichtigung verdient hat. Zur Zeit haben wir 9 Junioren-Mannschaften mit 140 Kindern sowie 2 Senioren-Mannschaften und 3 Alte-Herren-Teams im Spiel- und Trainingsbetrieb. Wir sind in den letzten beiden Jahrzehnten stetig gewachsen. Zum Vergleich: In 1994 hatten wir 2 Junioren-Teams mit 25 Kindern sowie 2 Senioren-Mannschaften, 2 Alte-Herren-Mannschaften. Wir denken, dass diese erfreuliche Entwicklung im Sinne der Jugendarbeit unserer Stadt alles andere verdient hat als die Streichung einer Sportstätte und somit der Sportplatz in Bachem zumindest in seiner derzeitigen Größe erhalten bleiben muss.

Wir halten es für offen, ob die angedachten Maßnahmen der Stadtverwaltung (Kleinspielfeld in Bachem, Flutlicht in Walporzheim) in diesem Maße genehmigungsfähig und somit durchführbar sind. Solange diese Fragen nicht geklärt sind, darf der Verkauf des Sportplatzes Bachem nicht beschlossen werden.

Verwiesen sei an dieser Stelle auch an die Äußerung von Martin Weinitschke (Geschäftsführer Sportbund Rheinland) auf der "Sportpolitischen Veranstaltung der CDU-Landtagsfraktion" am 19.11.2015 in Bad Neuenahr, zu der die MdL Guido Ernst und Horst Gies geladen hatten. Weinitschke sagte, "dass es nicht sein darf, dass Sportplätze wegfallen und auf diesen Flächen Wohnhäuser gebaut werden." Von Herrn Ernst und Herrn Gies gab es diesbezüglich keine Gegenäußerung. 

Bei allen Kostenargumenten bitten wir abschließend noch folgendes Berechnungsbeispiel zu berücksichtigen:

Die SG Bachem/Walporzheim stellt 15 ehrenamtliche Trainer und Betreuer für die Jugend unserer Stadt. Kostenaufwand für die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler für gering geschätze 8 Stunden pro Ehrenämtler und Woche: NULL Euro.

Bei Wegfall des Sportplatzes Bachem ist aus unserer Sicht die Jugendarbeit der SG Bachem/Walporzheim massiv bedroht. Es ist nicht auszuschließen, dass einige unserer Ehrenämtler frustriert ihre Tätigkeit beenden werden. Wöllte die Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler den Wegfall dieser Ehrenämtler durch hauptamtliche Jugendpfleger kompensieren, müsste sie dafür bei geschätzten 3 erforderlichen Mitarbeitern ein Lohnaufkommen von vorsichtig geschätzen 120 TEUR pro Jahr aufbringen.

Wir bedanken uns für Ihre Aufmerksamkeit und bitte Sie, unsere Argumente bei Ihrer Entscheidungsfindung zu berücksichtigen. Abschließend bitten wir die jeweiligen Fraktionen, diese Stellungnahme auch an die Stadtratsmiglieder Erich Stadtfeld, Klaus Schneider, Andreas Schmickler, Christoph Richter und Hans Boes weiterzuleiten, da uns deren E-Mail-Adressen nicht vorliegen. Vielen Dank.

Mit freundlichen Grüßen

Markus Moog und Uwe Krüger

für den Vorstand des
SV Germania Bachem 1911 e.V.
Leonardusstr. 3
53474 Bad Neuenahr-Ahrweiler

Kontakt: Markus Moog, 0163-8765924, vorstand@svbachem.de
Kontakt: Uwe Krüger, 0151-23436316, vorstand@svbachem.de
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